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Band-Mikrophon gestohlen
Nachtschwärmer-Party in Südmerzen endete abrupt
Merzen. Jonathan, Lina, Martin, Mattes, Sabrina, Sören, Torben und Verena. Das war schon eine starke Truppe, die Alfons-Julius Bruns, Uwe Hummert und Stefanie Uhlenkamp als drei der fünf Jugendpfleger im Altkreis Bersenbrück am Samstag bei der Nachtschwärmer-Party in Südmerzen im Einsatz hatten.
Bereits seit 2004 ist der Schützenverein Südmerzen Gastgeber, wenn der Nachtschwärmer seinen Geburtstag feiert. Klar, dass auch die Eltern der samstagnächtlichen Linienbusse im Altkreis dabei sind, also die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück Nord, die Verkehrswacht Bersenbrücker Land und eben die Jugendpfleger. Letztere betrieben mit ihrer Null-Promille-Bar zudem ein Angebot auch für Autofahrer. Davon machten viele Gebrauch. Lediglich die Sanitäter hielten sich trotzdem zurück, mochten sie doch nicht damit gesehen werden, da die farbenfrohen Drinks sich optisch nicht von den alkoholhaltigen Getränken unterschieden. 
Schön anzusehen, was auf zwei Großbildleinwänden lief. Mittels Live-Übertragung von der Bühne waren die Musiker der Band groovin’ zu sehen, gemischt mit Fotos der Party-Gäste. Aber dazwischen gab es immer wieder Videoszenen vom „automobilen Freizeitverhalten“ der Jugendlichen – und von Unfällen. „Schnell kann alles vorbei sein“, lautet das Motto des Bundesprogramms „Aktion junge Fahrer“ der deutschen Verkehrswacht, das sich gegen die teils verheerenden „Disco-Unfälle“ in den Wochenendnächten richtet.
Ansonsten verlief die Party, wie eine gute Party verlaufen soll. Fröhlich. Die Jungs und Mädels von groovin’ brachten genau das an aktuellen Hits rüber, was das Publikum zum Tanzen gerade gut gebrauchen konnte. Fünf Auftritte von etwa 45 Minuten waren vorgesehen, dazwischen jeweils etwa 15 Minuten Pause. Viermal ging das bestens. Aber als die Musiker in die Endrunde gehen wollten, fehlte ihnen etwas. Ein Mikrofon war gestohlen worden. Irgendwo zwischen technischem Nicht-Können und verärgertem Nicht-Wollen brach die Truppe ihre Show ab. Zwar kursierte schnell ein Tätername, aber die Person dazu kannte irgendwie keiner.
Verkündet wurden dann noch die zehn Gewinner aus dem Wettbewerb des Abends – dem „coolsten Spruch“ zum Nachtschwärmer. Sie erhielten Preise von der Verkehrsgemeinschaft und der Kreissparkasse. Die Plätze drei bis eins: „Nachtschwärmerei? Ich bin dabei!“ von Annika Harmeier aus Neuenkirchen, „The way to have fun!“ von Alexandra Adamkiewicz aus Neuenkirchen und „Immer sicher nach Hause schwärmen!“ von Friederike Lünne aus Bersenbrück.
Und dann endete die Party – 45 Minuten zu früh. Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt 22. Januar 2012 14:41 Uhr
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